Hofelich: Wir verlieren Zeit für Schulreform

Veröffentlicht am 02.02.2010 in MdB und MdL

Neue Württembergische Zeitung

Kreis Göppingen. Die neue zweizügige Werkrealschule sei im Kreis Göppingen nun den Gemeinden zugeordnet und harre der endgültigen Bestätigung durch die Kultusbürokratie, so der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich. "Neuere Untersuchungen zeigen aber", so Hofelich, "dass bis zum Planungshorizont 2015/2020 zahlreiche weitere Hauptschulen nicht mehr zweizügig sein werden." Dies werde die Gemeinden im Kreis Göppingen besonders treffen. Hofelich: "Wir verlieren durch die kurzsichtige CDU-Schulpolitik deshalb erneut wertvolle Zeit für eine wirkliche Schulreform."

Gemeinsam mit Interessierten aus Lehrerschaft, Kommunalpolitik und Weiterbildungseinrichtungen diskutiert der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete regelmäßig aktuelle Themen aus den Schulen. Diesmal: Die Einführung der Werkrealschule. Der Abgeordnete bestätigte dem Göppinger Schulamt, dass es die Debatten mit den Gemeinden über die Zukunft von deren Hauptschulen gut geführt hat. Die Filstalachse als Schulstandort werde zum größten Teil mit Werkrealschulen neuen Typs stabilisiert. Bitter und unnötig sei die Ausdünnung außerhalb des Filstales. Dass die Probleme im dreigliedrigen Schulsystem aber möglicherweise erst richtig beginnen, zeige die Studie eines Konstanzer Soziologen-Teams, das im Auftrag der GEW angefertigt worden sei. pm