ARND WOLETZ, Neue Württembergische Zeitung
Die SPD im Kreis Göppingen steuert mit einer schweren Hypothek dem Wahljahr 2009 entgegen. Denn auch vor Ort müssen die Sozialdemokraten noch immer die Suppe auslöffeln, die ihnen die hessische Landespolitikerin Ypsilanti und Parteichef Kurt Beck eingebrockt haben: den Verlust an Glaubwürdigkeit. Das Schreckgespenst der Linken lässt sich so schnell nicht verscheuchen. Da klingt die Einschätzung des jungen SPD-Kreisvorsitzenden Sascha Binder, dass die neue Partei im Kreis noch nicht in Erscheinung getreten sei, wie das Pfeifen im Walde. Binder wäre also gut beraten, wenn er sich bald auf einen eindeutigen Kurs festlegen würde - und dabei dann auch bleibt. Zu dem Stimmungstief, das die SPD noch nicht hinter sich gelassen hat, kommt das Stühlerücken an der Spitze des Göppinger Ortsverbands und der Gemeinderatsfraktion. Keine leichte Situation für den jungen Kreisvorsitzenden.
Bei Kreisvorstandssitzung über die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst und über Leiharbeit diskutiert
Geislinger Zeitung
Kreis Göppingen. Zur Betriebsbesichtigung bei der Degginger Firma mag-tec traf sich der SPD-Kreisvorstand vergangene Woche im Vorfeld seiner Kreisvorstandssitzung. Geschäftsführer Martin Gansloser berichtete über die positive Entwicklung bei dem seit 2001 bestehenden Maschinenbauunternehmen. Mag-tec habe mittlerweile bereits 130 Beschäftigte an seinen drei Standorten Deggingen, Geislingen und Lorch. Der SPD-Kreisvorsitzende Sascha Binder lobte laut Pressemitteilung Gansloser als "Vorzeigeunternehmer mit sozialem Gewissen".
TIM ZAJONTZ
DEGGINGEN/KREIS GÖPPINGEN. Zur Betriebsbesichtigung bei der Degginger Firma mag-tec traf sich der SPD-Kreisvorstand vergangene Woche im Vorfeld seiner Kreisvorstandssitzung. Geschäftsführer Martin Gansloser berichtete über die positive Entwicklung bei dem seit 2001 bestehenden Maschinenbauunternehmen. Mag-tec habe mittlerweile bereits 130 Beschäftigte an seinen drei Standorten Deggingen, Geislingen und Lorch. Er betonte dabei die Wichtigkeit einer guten Mischung aus der Erfahrung älterer Mitarbeiter und dem Tatendrang der Nachwuchskräfte und Auszubildenden. Mag-Tec setze auf eine hohe Identifikation seiner Mitarbeiter mit dem Unternehmen und ziehe deshalb feste Beschäftigungsverhältnisse der Leiharbeit vor. Der SPD-Kreisvorsitzende Sascha Binder lobte Gansloser als „Vorzeigeunternehmer mit sozialem Gewissen“.
Uwe Bidlingmaier will Ruhe in den SPD-Ortsverein bringen
Der neue Vorsitzende der Göppinger SPD, Uwe Bidlingmaier, will den Ortsverein wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. Konzentration aufs Wahljahr 2009 statt Selbstzerfleischung, so die Appelle an die Genossen.
KARIN TUTAS, Neue Württembergische Zeitung
Neue Württembergische Zeitung
Göppingen. Heute vor einem Jahr starb in Pfinztal der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete des Landkreises Heinz Rapp, der von 1972 bis 1986 im Bonner Bundestag saß. Nach Volksschule und Banklehre, Kriegsdienst und Gefangenschaft war er 1951 bei der Deutschen Bundesbank als Anwärter für den höheren Dienst eingetreten. 1972 wurde er in den Bundestag gewählt. Als Fachmann für Wirtschaft, Währung und Finanzen war er sachkundiger Gesprächspartner für Unternehmer und auch ein Anwalt der kleinen Leute. Er orientierte sich an der katholischen Soziallehre. Den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt diente er in vielfältiger Weise. Rapp betrachtete es als seine Lebensaufgabe, für gedeihliche Beziehungen zwischen seiner katholischen Kirche und der SPD zu kämpfen. Er war Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken. Lebenslang an philosophischen und theologischen Fragen interessiert, arbeitete er in der SPD-Grundwertekommission mit, zeitweilig als stellvertretender Vorsitzender, ebenso in verschiedenen Programmkommissionen. Bienenfleißig verfasste er zahlreiche Reden und Fachaufsätze, die jetzt im Archiv der Friedrich Ebert-Stiftung der historischen Forschung zur Verfügung stehen. Heinz Rapp hinterließ seine Ehefrau Marlies geb. Fischer, drei Söhne und fünf Töchter.